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Heisses Wetter, Raclette und ein Gipfel mit Weitsicht

Vrenelisgärtli, 10.–11. Juli 2026

Zu sechst machten wir uns mit unseren Tourenleitenden Madeleine und Andrin auf den Weg Richtung Vrenelisgärtli. Der Zustieg zur Glärnischhütte am Freitag war vor allem eins: heiss. Bei über 30 Grad im Tal nahmen wir die 1100 Höhenmeter bis zur Glärnischhütte in Angriff. Die Hoffnung auf ein kühles Getränk bei der Chäseren Alp erfüllte sich leider nicht – umso grösser der Dank an die Seilträger*innen, die das zusätzliche Gewicht in der Hitze auf sich nahmen.

In der Hütte war die Hitze (zumindest bis zur Nacht im oberen Stock des Matratzenlagers) schnell vergessen. Nach dem anstrengenden Aufstieg und einer kurzen Wiederholung der Seiltechnik schmeckte das Raclette à discrétion besonders gut. Der Hüttenwart erzählte von einem Rekord von 14 Portionen – diese Marke blieb in unserer Gruppe allerdings unangetastet.

Um 04.45 Uhr starteten wir in den zweiten Tag. Nach einer Stunde erreichten wir den Gletscher und gingen in zwei Seilschaften weiter. Auf halbem Weg über den Gletscher gerieten wir in Nebel, doch bald riss der Himmel wieder auf – perfekte Verhältnisse für die Kletterstelle und das letzte Stück bis zum Gipfel.

Die Kletterpassage meisterten alle souverän. Anschliessend führten uns Madeleine und Andrin am kurzen Seil sicher bis ganz nach oben. Die Aussicht war beeindruckend: von Zürich über den Pfäffikersee bis zum Walensee. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto traten wir den Rückweg auf dem gleichen Weg an.

Zurück in der Hütte warteten lang ersehnte Rösti und feine Wähen auf uns. Man munkelt, dass bereits am Vorabend beim Hüttenteam nach der spätesten Rösti-Zeit gefragt wurde. Nach der Stärkung hiess es nochmals Gas geben, denn das Alpentaxi ab Chäseren wollten wir nicht verpassen. Also ging es zügig talwärts – mit Erfolg. Das Taxi wartete bereits und ersparte uns die letzten Höhenmeter ins Tal.

Nach zwei sehr warmen, abwechslungsreichen und rundum gelungenen Tagen kehrten wir müde, aber zufrieden nach Hause zurück. Eine tolle Gruppe, viel Gelächter und ein wunderschöner Gipfel machten diese Tour zu einem Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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