
So gelangt ein Alpkäse ohne Helikopter auf 2455 m. ü. M.
Hüttenversorgungswanderung zur Gspaltenhornhütte am 27.06.2026, organisiert vom Ressort Umwelt
Meine Trägerin begann ihre Reise in Bern, von wo aus sie mit Zug und Postauto zur Griesalp fuhr. Beim Dorfladen Kiental hielt das Postauto kurz an, damit der erste Teil an Lebensmitteln eingeladen werden konnte. Davon packte meine Trägerin nach der Ankunft auf der Griesalp je ein Paket Zucker und Mehl in ihren Rucksack und trug diese via Bundstäg zur Alp Gamchi, wo endlich ich noch dazukam. Dann beschleunigte sich mein Bewegungszustand, entlang des reizvollen Moränenwegs, vorbei an Felsstufen und Gletscherbrücken, stetig höher bis zur Gspaltenhornhütte (2455 m). Kollegen von mir bewegten sich gemächlicheren Tempos in der mittelschnellen oder langsamen Gruppe zum Ziel – sicher und professionell geführt von den vier Tourenleitenden.
Ich freue mich so, dass ich in solch wunderschöner Landschaft meinem Bestimmungsort, dem Bauch eines Hüttengastes (oder viel mehr vielen Hüttengästen), entgegensehen darf, und dass obendrein noch der Umwelt etwas Gutes getan wurde, weil ich nämlich nicht per Helikopter in die Hütte gelangt bin und dadurch jede Menge CO2 eingespart worden ist!
Meine Trägerin genoss auf der Sonnenterrasse eine von den Hüttenwarten Monika und Thomas servierte leckere vegetarische Suppe und trank das von der hütteneigenen Filter- und Sprudelanlage aufbereitete erfrischende Wasser, bevor sie sich zusammen mit den anderen 27 Menschen aus der Gruppe auf den Rückweg begab. Der Abstieg führte sie nochmal an der Alphütte Gamchi vorbei, wo alle Teilnehmenden ein Stück feinen Gamchi-Alpkäse als Dank vom Ressort Umwelt erhielten – ein würdiger Abschluss!
Eckdaten: 180 kg Ware, 28 tragende Menschen
Tourenleitende: Martin Sedlmayer, Daniel Keller, Corinne Ott, Samuel Neuenschwander
Autorin: Ulrike Michiels, Ressort Umwelt
