
Gaulitour mit Traumwetter
Bächlital – Gauli – Rosenlaui, 24.4.2026 – 26.4.2026
Am Bahnhof von Meiringen den zweiten Tourenleiter eingesammelt, dann war die Truppe komplett. Mit fantastischer Après-Ski-Musik ging’s mit Taxi hoch zum Räterichsbodensee. Schon nach kurzem Fussweg über die Staumauer wurden sämtliche Pullis ausgezogen und Lüftungsverschlüsse geöffnet, die sommerlichen fast 20 Grad machten sich gleich bemerkbar. Der kurze Aufstieg zur Bächlitalhütte war nach zwei Stunden geschafft und die Sonnenterasse wartete. Doch nix mit Mittagsschlaf und Kaffee & Kuchen. Die Hälfte der Gruppe machte sich bald auf, um noch ein paar Sulzschwünge zu geniessen, während die andere Hälfte sich von Co-Leiter Andrin die wichtigsten Seilmanöver und Knoten par excellence beibringen liess. Selbst beim (fantastischen) Apéro übten noch einige, bis der doppelte Spierenstich endlich einwandfrei sass. Eine Lehrstunde Jassen nach dem vorzüglichen Znacht und ab ging’s ins Bett.
Alle Blasen und Kopfschmerzen verpflegt, ging’s in der Dämmerung hoch zum Bächligletscher und bald hatten wir die Obri Bächlilicken erreicht. Mit Steigeisen und in zwei 4er Seilschaften ging’s die vier Leitern hoch bis auf 3073 m. Dank super Anweisung und Sicherung unserer Leiter Alex und Andrin sowie guten Bedingungen fühlten sich alle sicher. Wir passierten die Lücke ohne Probleme. Eine Pause und ein kleiner Wiederaufstieg Richtung Hiendertelltjoch lohnte sich und wir genossen super Sulz bis zum Gouwlisee hinab. Obwohl uns heiss war wie Bolle und die Sonne kein Erbarmen kannte, liessen wir das Baden aus. Der Weg über den See hätte ungewollt damit enden können, bei dem Tauwetter. So stiegen wir untenrum über Gummen zur Gaulihütte. Die uns angekündigte «Hölle von Gauli» (der letzte 200m-Anstieg in praller Mittagssonne) stellte sich dank guter Laune und einer frischen Brise als gar nicht so höllisch heraus. Nun standen Rösti, Kuchen, Kaltgetränke, Jassen und Sonnen auf dem Programm sowie für unsere heldenhaften Tourenleiter das Spuren des ersten Teils des steilen Aufstiegs vom nächsten Tag an. Zur Feier und zum Abschluss des fantastischen Tages gab es hausgemachten Genepi und 2 Runden Brownies (Merci Roger) zum Dessert.
Auf Grund warmer Verhältnisse und der langen anstehenden Tour ging es am Sonntag schon im Dunkeln auf die Ski. Gewappnet mit Harscheisen und Stirnlampe machten wir uns auf und waren auf dem ersten steilen eisigen Teil der Tour sehr froh um die vorbereitete Spur. Vorbei am Flugzeugabsturzdenkmal liefen wir der Sonne entgegen und waren nach kurzer scheppernder Zwischenabfahrt auf dem Gouwligletscher angekommen. Jetzt hiess es «Latschen». Wie die Höhenmeter stiegen die Temperaturen immer weiter, bis wir die letzte Steilstufe vorm Ränfenhorn mit Steigeisen und Pickel überwunden und oben auf dem Gipfel angekommen waren. Super Aussicht, leckeres Sandwich und obligatorisches Gruppenselfie und ab ging’s in die Rosenlauiabfahrt. Wir genossen tolle weite Hänge oben am Gletscher und Sulz im mittleren Teil sowie herausfordernde, teils harte, schmale und steile Passagen bis Hindrem Gletscherhubel. Eine mega coole, abwechslungsreiche und teils «steile geile» Abfahrt – auch wenn manche Teilnehmende enttäuscht waren, dass wir ohne Gestrüpp durchkamen. Nach kurzem Fussmarsch war das Rosenlaui erreicht. Mit schon bekannten Après-Ski-Klängen ging es im Taxi nach Meiringen, wo uns der wohlverdiente Abschluss-Kebab/Falafel erwartete.
Teilnehmende: Daniel Krause, Marta Siebel, Ulrike Michiels, Alejandro Chartuni, Thomas Kolb, Niklas Affolter
Tourenleiter: Alexander Läderach
Co-Leiter: Andrin Studer
Tourenbericht: Marta Siebel











