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Vom Schellen-Ursli bis zum Everest-Gefühl: Drei lehrreiche Tage in drei «Ländern»

Skihochtouren Aktive 20.3.2026 – 22.3.2026

Tag 1
Um 5:29 ging es ab Bern HBF los Richtung Guarda. Uff. Angekommen starteten wir direkt zum Fil da Tuoi (2867 m). Mit der Sonne im Gesicht und Wärme auf der Haut gingen die Höhenmeter schnell vorbei – ausser die letzten 20, da wir diese etwas fehlgeplant zu Fuss in tiefstem Schnee zurücklegten statt mit Ski. Zum Glück hatten wir Spurmaschine Antti dabei.
Nach einer sulzig schönen, mit etwas Harsch gewürzten Abfahrt inkl. zweitem Anstieg erreichten wir die Chamanna Tuoi. Nach ca. 1500 hm war der Apéro mehr als verdient. Was für ein Start!
Für den nächsten Tag war durchmischtes Wetter angesagt, aber dank Wetterfee Johanna (auf SAC-Touren wird es mit ihr immer gut ;)) blieben wir optimistisch.
Lehrthemen: Schellen-Ursli, Architektur, Tierspuren im Schnee

Tag 2
Im Morgengrauen ging es ruhig durch die zauberhafte Berglandschaft hinauf, bis wir in Österreich auf viele andere Tourengeher trafen. Die Dreiländerspitze (3197 m) war ein beliebtes Ziel. Schon am Skidepot reihten sich Ski an Ski. Unbeeindruckt starteten wir in drei Seilschaften Richtung Gipfel.
Oben konnten wir kurz die Ruhe geniessen, dann begann das Getümmel: Fast wie am Hillary Step – Fixseile, grosse Gruppen, Ellenbogen. Stress pur! Zum Glück kamen wir unbeschadet aus dem Trubel und bald wurde es wieder ruhiger. Zügig ging es zurück zur Hütte, da das Wetter umzog.
Dort genossen wir Germknödel, Kaiserschmarrn und mehr, während draussen der Schnee fiel – für einige das Highlight der Tour.
Lehrthemen: Seilhandling, Everesting, österreichische Küche

Tag 3
Viel Powder (zu viel?) und kräftiger Wind empfingen uns. Der Piz Buin hielt jedoch die Föhnmauer (und fast alle anderen Skitourengänger) zurück, sodass wir in der Sonne fast allein Richtung Silvrettahorn (3243 m) aufsteigen konnten.
Dort kraxelten wir exponiert Richtung Gipfel. Genuss pur!
Die geplante Abfahrt erschien uns zu heikel, daher entschieden wir uns für zwei Gegenanstiege – zusätzliche Powderschwünge inklusive.
Schliesslich führte uns der Verstanclagletscher weit ins Tal. Meine Beine brannten! Zum Schluss warteten noch ein paar Kilometer Langlauf im Sulz – wer noch nicht müde war, wurde es hier. 😉
Beim Taxi waren wir zugleich erleichtert und wehmütig – drei grossartige Tage gingen zu Ende.
Lehrthemen: Lawinenkunde, Langlauf, Wetter

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