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Ein Wochenende zwischen White-out und Traumwetter

Mariannehubel und Traumlücke, 14.–15. Februar 2026

Tag 1: Blindflug mit Identitätskrise

Beim Start auf der Grimmialp war die Stimmung trotz Wolkendecke hervorragend. Wir erreichten bald die Materialbahn des Berghauses Wildgrimmi, wo wir unser Gepäck abgeben konnten – ein echtes Privileg für den weiteren Aufstieg. 

Im Berghaus Wildgrimmi wurden wir vom Hüttenteam bereits mit frischem Kaffee und Gipfeli erwartet – eine willkommene Stärkung, bevor der Aufstieg weiterging. Das Wetter zeigte sich nun von seiner ungemütlichen Seite: Es schneite ohne Unterlass und die Sicht war zeitweise so schlecht, dass die Orientierung im freien Gelände zur echten Herausforderung wurde. Besonderer Respekt galt an dieser Stelle unserem Skitouren-Neuling, der sich an diesem Wochenende zum ersten Mal überhaupt auf die Felle wagte.

Mitten im Aufstieg zum Mariannehubel sorgte die Akustik unter Stirnbändern für Verwirrung: Während im Gespräch der Name einer Teilnehmerin fiel, kam bei einigen der Gruppe nur noch „Johny“ an. Der Name blieb haften – und so kämpfte sich „Johny“ und die ganze Truppe tapfer über die letzten Felsstufen zum Gipfel. Die Abfahrt war ein Blindflug im Tiefschnee mit einigen unfreiwilligen Flügen, gefolgt von Schnee abklopfen und weiter zum grandiosen Apéro ins Bergheim. Das Hüttenteam verwöhnte uns nach allen Regeln der Kunst. Ein grosses Dankeschön!

Mitten in die ausgelassene Runde platzte dann die Erkenntnis: Heute war Valentinstag! Kurzerhand wurde dem Lieblingsmenschen eine äusserst romantische Garmin-Auszeichnung in Herzform geschickt.

Nach dem fantastischen Abendessen wurde die Geselligkeit grossgeschrieben. Besonders beim UNO-Spielen schenkte man sich nichts. Jemand (Name der Redaktion bekannt) gewann jede einzelne Runde. Am nächsten Morgen wurde man jedoch skeptisch als verdächtigerweise einige Karten unter dem Tisch gefunden wurden.

Tag 2: Flexibilität siegt

Der geplante Rothore Nord-Grat mussten wir aufgrund der kritischen Lawinensituation streichen. Die Alternative, die Traumlücke, war ein Volltreffer mit strahlendem Sonnenschein und atemraubendem Panorama. Die Abfahrt war der krönende, staubende Abschluss eines perfekten Wochenendes.

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