Loading...

Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt im Simmental

Skitour Aktive, Ersatz für Skihochtouren Rotondo 16.-18. Januar 2026

Am Freitag, den 16. Januar 2026 trafen sich 9 random people am Bahnhof Bern, um zusammen eine Skitour zu unternehmen. Aufgrund der ungünstigen Wetter- und Lawinenlage liessen wir die Rotondohütte links liegen und freuten uns auf das von Micael und Gerhard aus dem Ärmel bzw. dem Skischuh geschüttelte Alternativprogramm.Angekommen in downtown Blankenburg durften sich alle etwas aus der mitgeführten Einkaufstasche in den Rucksack packen, das jedoch nicht für den persönlichen Gebrauch, sondern für das gemeinsame Essen in der Fromatthütte gedacht war. Damit auch alle Verpflegung unbeschadet am Zielort ankommt, machte Micael vorsichtshalber bis zum Materialdepot keine Pause. Dort verliessen wir allmählich den Fahrweg und schlängelten uns besonnt hoch durch lichter werdenden Wald, Hügel und Senken. Ab und zu waren beeindruckende Wumm-Geräusche zu vernehmen, doch wir waren zum Glück dank Routenwahl und Abstand sicher unterwegs. Kurz vor Erreichen unseres Tagesziels, der Mieschflue, ging es zu Fuss weiter. Ein Wandergipfel war es trotzdem nicht, wir stampften und «baggerten» uns durch losen Schnee, über gefrorene Grasbüschel und wunderschöne Kalkfelsen (das polysportive Kletterherz frohlockte) hoch zum Gipfelschildli. Die Anstrengung lohnte sich, was für eine phänomenale Aussicht!

Mittlerweile war es nicht mehr so sonnig, doch die Sicht war ok und das Runterfahren machte Spass, der Schnee war besser und teilweise reichlicher als befürchtet. Nach dem Räumen unseres high-end Depots ging Micaels Intervalltraining in die finale Runde und bald schon erreichten wir die hübsche Fromatthütte. Wir lebten uns zackig ein und in Windeseile war die Hütte und das erste Teewasser warm, was auch die andere, später eintreffende Gruppe natürlich freute. Zum Apéro gab es Rüebli mit Etwas, zum Znacht dann Etwas mit Rüebli drin, es war lecker und reichlich und überhaupt einfach sehr gemütlich.

Das Zmorgen war dann rüeblilos bzw -frei, dafür mit ofenwarmem Brot und allerlei Extras. Gut aufgewärmt vom rassigen Hüttenputz und Abwasch schnallten wir uns bald wieder die Skis an, schliesslich wollten heute etliche Gipfel bestiegen werden. Der Fromattgrat war zügig erreicht, dort bauten wir ein erstes mal unser Sportgerät um, und es lohnte sich, das kurze Abfährtli war schneemässig echt ein Genuss. Eher landschaftlicher als skifahrerischer Genuss war die Querung durch Rinnen und über Rücken auf verschlungenen Pfaden rüber zum Seehoren. Hier kämpften wir ab und zu etwas mit der Botanik, doch insgesamt war der steile Aufstieg gut machbar und oben gab es bereits das 2. Gipfelfoto an diesem Tag. Dann gings wieder runter (kinetische Energie) und dann wieder rauf zum Stand (kinetische Energie ist anstrengend). Das Ganze nochmals zum Meniggrat. Dass sich die Tour dem Ende zu neigt merkt man jeweils an zunehmenden Diskussionen um den Poschifahrplan, und so machten wir auf dem Meniggrat das letzte Gipfelfoto (langsam hatten wir Übung). Auch das An- und Abfellen sass, nicht verwunderlich nach diesem intensiven Trainingstag. Der Schnee auf der Abfahrt war erstaunlich wenig schlecht, sofern es welchen hatte, und bloss weil auf einer Matte schon fast die Kühe grasen, heisst das noch lange nicht, dass man nicht mit Skis darüber hinab fahren kann. Pünktlich auf das basisdemokratisch vereinbarte Poschi erreichten wir Zwischenflüh und profitierten von der gemütlichen Heimfahrt noch schnell von der tollen Ent- und Versorgungsstation im geheizten Schulhaus.

Merci für die tolle Tour Micael& Gerhard, es hat Spass gemacht!

One Comment “Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt im Simmental”

  • Anne Rindlisbacher

    says:

    Vielen Dank und Gratulation zum witzigen und informativen Tourenbericht und den schönen Fotos! A. Rindlisbacher

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

To top