«16./17. August 2014 Gwächtenhorn»

 

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Leiter: Simu & Simu (si aber nid Brüetsche)

Frohen Mutes doch noch eine Hochtour nach dem verregneten Juli zu unternehmen machten wir uns auf den Weg zum Steingletscher. Wenn doch nur die Taxe für touristische Postautostrecken nicht wäre. Mit einem grossen Schmunzeln im Gesicht hörten wir dem vorhersehbaren Grummeln von einem gewissen Teilnehmer unserer Gruppe zu, als es ans berappen besagter Taxe ging. Aber he, die touristisch wertvollen Durchsagen kosten halt was!

Die letzten Regentropfen liessen wir beim Kaffeetrinken vom Himmel fallen und machten uns anschliessend an den Hüttenaufstieg. Nebel und Schnee sorgten dafür, dass wir ohne grosse Rast in die Hütte kamen. Den Nachmittag verbrachten wir mit kurzer Ausbildung von den Sachen, welche wir für die anstehende Tour benötigten. Für die Abendunterhaltung war mit alten und neuen Geschichten auch gesorgt.

Frühmorgens hiess es raus aus den Federn. Uns erwartete ein prächtiger Tag: Wolkenlos!!!!!!!! Zum Glück haben wir alle am Vortag unsere Rücksacke gut gepackt und können dem Chaos in der Hütte entfliehen. Über den frisch verschneiten Gletscher gewannen wir rasch an Höhe. Frisch gestärkt stiegen wir das steile Stück zum Westgrat auf. Kurzes Seil, wie es im Buche steht, Bravo! Der verschneite Grat war für einige etwas gewöhnungsbedürftig. Klettern mit Steigeisen, auch das will gelernt sein. Wir genossen den schönen Tiefblick, welchen wir während der Gratkletterei hatten und schon bald erreichten wir den Gipfel. Alle zusammen: "Gipfel Jeeeee!!". Und beim Abstieg... Dieser Pulverschnee! Wie schön wäre es doch gewesen, wenn wir bis zu der Hütte Skier gehabt hätten!

Nach köstlichem Kuchen auf der Hütte mit Blick auf das Geleistete war die letzte Herausforderung ein Taxi für 9 Personen zu organisieren. Nach der siebten Absage mussten wir feststellen, dass an diesem schönen Sonntag viele diesen Dienst in Anspruch nahmen.

Zurück im Steingletscher trat die einte Hälfte der Gruppe die längere Heimreise via Sustenpass Andermatt an, um etwas früher in Bern zu sein. Die anderen warteten auf das spätere Postauto um nach Meiringen zu gelangen. Wegen Verkehrsunfällen, Zugausfällen und Stellwerksstörungen dies und jenseits des Passes entbrannte ein Rennen, wer nun doch früher in Bern eintreffen würde. Als unser Zug in Interlaken losfuhr, hatten die anderen Andermatt hinter sich gelassen. Resigniert mussten diejenigen, welche erhofft hatten, früher in Bern zu sein feststellen, dass sie verlieren würden. Doch dies war erst der Anfang von ihrer Odyssee...

Alles in Allem hatten wir ein wunderschönes Wochenende in den Bergen verbracht. Danke allen und hoffentlich bis nächstes Jahr, wenn es für die Augusttour ins Wallis geht (richtig, Anmelden nicht vergessen!).

Teilnehmer: Simu, Anna, Jonas, Sina, Lukas, Nadja, David