«29./30. Juni 2013 Hochtourenkurs Bächlital »

 

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Leiter: Fred Wirth, Simon Bünzli

Teilnehmer: Steffi, Tobias, Lukas, Niko (Fotograf), Anita (Schreiberin)

Hüttenweg
Mit seinem Hut auf dem Kopf steigt Fred aus dem Auto und fragt lachend: "U dir weit würklech z'Bärg bi däm Wätter?" Trotz des Regens wird diese Frage fröhlich bejaht, und so machen wir uns auf den Weg nach Räterichsboden. Nach einem stärkenden Kaffee begeben wir uns regenfest gekleidet in Richtung Bächlitalhütte. Unterwegs lernen wir, was auf dem Hüttenweg zu beachten ist - der Fokus liegt auf dem bewussten Gehen, welches nun wichtig, in höheren Lagen jedoch unabdingbar ist. Beim ersten grösseren Schneefeld wird das Auffangen eines Sturzes mithilfe des Pickels geübt.

Ankunft und Vorbereitung
Von innen und aussen durchnässt treffen wir nach ungefähr zwei Stunden Wanderung in der Bächlitalhütte ein. Nach einer wärmenden Suppe machen wir uns daran, die für eine Hochtour wichtigen Knoten zu üben - glücklicherweise drinnen, womit ein erneutes Nasswerden vermieden werden kann. Etwas später sehen wir bei einem feinen z'Nacht den Schneeflocken zu. Anschliessend wird diskutiert, was bei der Vorbereitung für eine Tour alles beachtet werden muss; allem voran muss die Tour den Verhältnissen angepasst sein. Durch Hinweise auf mögliche Reklamationen in der Früh packen wir bereits unsere Siebensachen und legen uns, voller Vorfreude auf morgen, schlafen.

Aufbruch und Aufstieg
Für einen Sonntagmorgen recht früh ist Tagwache. Doch der strahlend blaue Himmel lässt uns die Müdigkeit rasch vergessen, und so brechen wir nach einem reichhaltigen Frühstück zur Tour auf. Überall liegt Schnee, es kommen bereits wieder Wintergefühle auf. Beim Erreichen des Gletschers machen wir eine kurze Rast, wobei wir uns anseilen und die Steigeisen montieren. Fred zeigt uns, welche Gefahren beachtet werden müssen, um den optimalen Weg zu wählen. Dank der gestrigen Übungsstunde geht es speditiv vorwärts und schon bald befinden wir uns in einiger Höhe, wo wir nun von Nahem den Grat betrachten können, den wir bald besteigen sollen. Nach einer kurzen Stärkung und Erläuterung der umliegenden Berge nehmen wir diesen Teil der Tour in Angriff. Nach etwas Eingewöhnung macht das Klettern mit Steigeisen richtig Spass, und viel zu rasch sind wir bei unserem - selbsternannten - Gipfel angekommen, wo wir nochmals die wunderbare Aussicht in die umliegenden Berge geniessen.

Abstieg
Bald machen wir uns an den Abstieg, der durch den nun aufgewärmten, im Überfluss vorhandenen Neuschnee ziemlich rutschig wird. Immer wieder hört man, wie Lawinen den Berg hinunterdonnern; einige konnten wir sogar beobachten. Zu unserem Verständnis einer gefahrenminimierten Tour tragen zwei Bergsteiger bei, die als negatives Vorbild trotz den nicht guten Verhältnissen auf dem Weg zum grossen Diamantstock sind - durch deren Beobachtung können wir einiges lernen, das man besser unterlassen sollte. Nachdem wir den rutschigen Abstieg gut hinter uns gebracht haben, folgt die nächste Lerneinheit. Simon zeigt uns verschiedene Verankerungen im Schnee, die sich auch mit vereinten Kräften nicht lösen lassen.

Zurück in der Zivilisation
Da wir den ganzen Tag in strahlendem Sonnenschein verbracht haben, sind einige unserer Köpfe bereits leicht rot gefärbt. Trotzdem geniessen wir vor der Hütte ein letztes Mal die Sonne, während wir das in den zwei Tagen Gelernte rekapitulieren. Nach einer weiteren Rutschpartie kommen wir wieder bei Räterichsboden in der Zivilisation an und im Nu müssen wir uns verabschieden. Wir sind unseren zwei Leitern, Fred und Simon, sehr dankbar, dass sie uns so viel beigebracht haben auf dieser wunderschönen Tour!