«6.-11. Feb. 2011 Tourenlager Safiental »

 

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Leitung: Cornelia Brönnimann, Christian Wirz, Heinz Kasper
TeilnehmerInnen: Lucie, Sophie, Johanna, Manuel, Florian, Christian, Linda, Julian, Leander
Unterkunft: ThalerLotsch (1700 m ü.M), 5 Min. von der Postautohaltestelle
https://vimeo.com/21798151

Sonntag Tällihorn (2855 m ü.M.)
Treffpunkt, Perron Gleis 7 bei Welle in Bern, Zürich Hauptbahnhof: an all diesen Orten vergrösserte sich unsere Gruppe. Nach einer einstündigen Postautofahrt mit Ausblicken zur Rheinschlucht sowie mehreren Kirchen im Safiental, kommentiert vom österreichischen Postautochauffeur, erreichten wir über die streckenweise schmale und unbefestigte Strasse Thalkirch hinten im Safiental. Nur wenige Minuten dauerte der Hüttenaufstieg zur ThalerLotsch. Der Himmel war blau ohne jegliche Wolke. Daher war klar, dass wir nach einer kurzen Verpflegungspause sofort umrüsteten und loszogen die weissgrünen Hänge oberhalb der ThalerLotsch zu erkunden. Ein Gipfelziel hatten wir eigentlich nicht. Nur etwas hoch und noch eine LVS-Übung durchführen war die Idee. Viertel vor Vier standen dennoch die Meisten auf dem Tällihorn, genossen kurz die Aussicht bevor die Abfahrt in Angriff genommen wurde. Die erste Kochgruppe hatte Grosses vor: 3 kg Teigwaren für 11 Personen. Bis zu 6 gut gefüllte Teller wurden von den beiden krauskopfigen Esswarenvertilgern dem Magen zugeführt. Die letzten Reste fanden bis Mitte der Woche ihre Liebhaber.

Montag Piz Tomül / Wissensteinhorn (2945 m ü.M.)
Nach einem leckeren, aber viel zu frühen Frühstück (ab 07:00 Uhr), ging's los Richtung Tamil resp. Tomül. Schon wieder scheint die Sonne und es ist warm wenn nicht gerade heiss und wir sehen den Schnee schmelzen. Doch wir sind top motiviert und knipsen nach 1200 m Aufstieg glücklich und mit roter Nase das Gruppen-Gipfelfoto. Die Abfahrt war abwechslungsreich: Pulver - Bruchharst, Bruchharst - .... Gemütlich sitzen wir dann noch vor unserm Häuschen und geniessen die letzten Sonnenstrahlen. Zum Znacht geniessen wir Buchstabensuppe, Risotto ai funghi mit Rüblisalat und zum Schluss noch Schokoladencreme mit Birnenviertel. Zu guter Letzt werden noch Wehrwölfe gejagt und Dorfbewohner umgebracht. Die Guten gewinnen und alle gehen glücklich schlafen.

Dienstag Crap Grisch / Planggenhorn (2861 m ü.M.)
Wir liefen relativ früh in Richtung Crap Grisch. Der Aufstieg führte durch Geröllfelder mit vielen Spitzkehren. Mit den Schneeschuhen hatte Leander grosse Mühe weil er immer wieder hüfttief im Schnee versank. Bei gefühlten Hochsommer-Temperaturen stürmten wir die Ostflanke des Crap Grisch. Zur Abfahrt traversierten wir in einen Nordhang, welchen wir mit einem Grinsen im Gesicht befuhren. Weiter unten wurde der Schnee härter. Nach missglücktem Hauswand-Boulder-Versuchen übte sich unsere hoffentlich baldige Medizinstudentin in ersten OP-Techniken an Florians "verspriestem" Fuss.

Mittwoch, Tällihorn (2855 m ü.M.)

Am Mittwoch ging's im Sinne eines Ruhetags vor der grossen bärigen Tour nochmals aufs Tällihorn. Diesmal stand auch Routenplanung auf dem Programm. Ziel war es, irgendwie aufs Tällihorn hinaufzukommen. Nach diversen Traversen waren wir schlussendlich wieder oder aber auch das erste Mal auf diesem Horn. Ein kühler Wind zwang uns eine kurze Mittagspause zu machen. Dann schnallten wir die Skis an und stürzten uns in ein Nordcouloir des Tällihorns welches uns zu genialen Hängen führte. Die Emotionen in diesen Hängen waren gross. Sogar so gross, so dass sich ein Teil unserer Gruppe entschloss, nochmals etwas aufzusteigen und noch ein paar solche Hänge zu suchen. Dieser Gegenaufstieg endete bei einem grossen Stein der später Speckstein getauft wurde. Warum? Auf diesem Stein verputzten wir ein ganzes Päckchen Malbuner mal besser Speck (Danke Leander!). Genial gut! Nach dieser wunderbaren Stärkung ging's an die Abfahrt, die nicht schlecht war. Das Nachtessen übertraf dann wieder Mal alles: Gute Suppe und mega feine Lasagne!

Donnerstag Bärenhorn (2929 m ü.M.) und Zugabe Strätscherhorn (2557 m ü.M.)
Vorspann:
Nebst Bärenhorn als Grundvariante wurden am Mittwochabend die Optionen Tomülgrat und/oder Strätscherhorn sowie Abfahrten in den Nordhängen des Tälihorns angeboten. Niemand hat sich für eine der beiden Optionen ausgesprochen.

Zu Cornelias grosser Freude waren alle oben und haben noch gelächelt! Dabei waren wir mitten in der Nacht losgezogen. Aber die Gehzeiten sind immer kürzer geworden: 1.5 Std. statt 2; 5 Std. statt 6... Chrigu wiederholt: "Die Aussicht war vom Bärenhorn am Schönsten". Was die Abfahrt betrifft, hat man uns zwar deutlich zu viel versprochen. Aber egal. Es hat sich gelohnt.

Nachspann:
Die Variante mit Abfahrt in der Nordostmulde Richtung Bärenlücke und anschliessendem Gegenaufstieg in voller Sonne über das Bärasunnigi um dann nordöstlich des Strätscherhornes abfahren zu können brauchte keine Überzeugungsarbeit. Der Windharsch beim Aufstieg lockte niemanden. Auch die zusätzlichen 50 Höhenmetern, um dann noch auf das Strätscherhorn zu gelangen, schreckte niemand. Die Abfahrt war einmal mehr sehr abwechslungsreich.

Freitag Speckstein (2480 m ü.M. Vor"gipfel" Tällihorn)
Schon beim Morgenessen um 07:00 Uhr mussten wir feststellen, dass das Wetter völlig umgeschlagen hatte: Es hatte erst Mal einige Wolken am Himmel. Dies war kein Grund um uns nicht beim Putzen und Aufräumen zu beeilen. Nach Türrahmen-Boulderei umschirmten wir zügig zum Specksein. Es hatte erstaunlich guten Schnee zum Hinunterfahren. Unten angekommen liefen wir von Bäch zurück zur Hütte und packten unsere $Sachen um mit dem 13:30 Uhr-Poschi wieder nach Bern zu fahren.