«2. - 6. Feb. 2008 Skitouren Rosenlaui »

 

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Samstag, 2.2.2008 (Noemi)
Mit dem Zug und Bus erreichen wir via Meiringen das Rosenlaui, unser Tourengebiet für die ganze Woche. Nach einem kurzen Aufstieg erreichen wir die SAC Brochhütte, unser Quartier. Eigentlich war für Samstag eine Tour auf den Cherhubel vorgesehen, doch wegen ungünstigen Lawinenverhältnissen müssen wir die Tour abbrechen. Stattdessen machen wir eine LVS - Instruktion und üben das Suchen. Wieder zurück in der Hütte gibt es Raclette zum Znacht. Nach dem Essen besprechen wir die Theorie zur LVS-Handhabung und planen die Tour für den nächsten Tag (Grindelgrat).

Sonntag, 3.2.2008 (Dr.Hansi)
Am Sonntagmorgen ist es noch dunkel, als wir unser Müsli löffeln. Doch draussen vor der Tür wird der Gipfel des Wetterhorns schon von den ersten Sonnenstrahlen angeschienen. Tatsächlich belohnt uns in kürzester Zeit strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und Pulverschnee für unsere Aufstiegsmühen. Nach einer gemütlichen Pause und 900 Höhenmeter erklimmen wir den Grindelgrat (2392m) und müssen dabei schon ziemlich schwitzen! Die Abfahrt über traumhafte Südhänge ist so schön, dass die meisten gleich nochmals aufsteigen um durch den Traumpulver zu wedeln. Den Rest des Nachmittags haben wir dann beim Sonnenbaden auf der Terrasse der Brochhütte ausklingen lassen. Nur die Windfahnen am Eiger deuten schon darauf hin, dass das schöne Wetter bald schon wieder vorbei ist.

Montag, 4.2.2008 (Frank)
Um 07.30 Uhr werden wir aus dem Tiefschlaf gerissen. Schweigendes Müslikauen und Teeschlürfen begleitet unser Frühstück bis zur Piepskontrolle. Punkt halb neun. Der Tourentag beginnt mit gemütlichem Warmlaufen in Richtung Wildgärst. Da das Wetter nicht so gut drauf ist wie wir, biegen wir bei Punkt 2009 scharf links ab über eine steilere Flanke. Dort zeigt uns Sämi das Bauen eines Flachenzuges für den Fall des Falles. Endspurt bis zum "Am lätzen Wang". Von dort aus haben wir eine wunderschöne Abfahrt mit allen Strukturen der Pulverschneeformen, vom kanadischen Powder bis südschweizer Plattenpulver. Unten bei der Schwarzwaldalp gab es dann ein schnelles Abschnallen der Skis um das Postauto auf die Grosse Scheidegg nicht zu verpassen. Von dort aus beenden wir den Tourentag mit einer rasantem Schlittelabfahrt und einem letztem Aufstieg zur Brochhütte. Unser Hüttenwart rettet uns mit Rösti. Der leicht einsetzende Schneefall und die besseren Wetteraussichten für den morgigen Tag lassen uns auf morgen freuen.

Dienstag, 5.2.2008 (Martina)
Strahlendes Wetter begrüsst uns an diesem Morgen. Wir ziehen unsere Spuren wieder in Richtung Grindelgrat in frischem Pulverschnee. Die Lawinenverhältnisse sind durch die erneute Neuschneemenge wieder zu riskant, deshalb dieselbe Routenwahl wie am Sonntag. Beim Ess- und Trinkhalt machen wir zusätzlich noch kurze Lawinentheorie und setzen die Theorie mit einem Schneeprofil gleich in die Praxis um. Und weiter geht's den wunderschönen Hang hinauf zum Grindelgrat. Oben angekommen posieren wir erneut für ein Gipfelfoto - nun in kompletter Gruppe. Doch den schönen Hang haben wir mit den Skiern bald hinter uns gelassen. Deshalb geht's gleich noch mal hinauf. Und sogar Teilnehmer, welche sich "Einmalfahrer" nannten, nahmen den Hang gleich 3mal nacheinander in Angriff. Unterhalb einer riesigen Wechte entscheiden wir uns für eine Wiederholung der Spaltenrettung, welche natürlich gleich gefilmt wird. Nach der erfolgreichen Rettung ziehen wir unsere Spuren nun definitiv ins Tal und geniessen den Rest des Tages in der gemütlichen Brochhütte.

Mittwoch, 6.2.2008 (Martina)
Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns sogleich auf den Weg in Richtung Grosse Scheidegg. Leider ändert sich der zu Beginn fallende Schnee in Regen und wir sind schon bald ziemlich durchnässt. Bei starkem Wind und regelrechter Nordpol-Stimmung gehen wir auf die Grosse Scheidegg hinauf. Oben angekommen hat fast niemand mehr kalt, obwohl es uns die Felle um die Ohren bläst. Die ganze Pistenlandschaft im Blickfeld, geniessen die einen die schöne Abfahrt, während sich die anderen durch den nassen, schweren Schnee bis auf die Piste hinunter kämpfen. In Grindelwald angekommen, geniessen wir im Hotel Wetterhorn eine Ovo und streiten uns, wer wem das Getränk bezahlen darf. Nach einer gemütlichen Heimreise im Zug nach Bern, trennen sich unsere Wege.

Kurz und gut:
Da es während der Tourenwoche mehrmals schneite hat es uns schlussendlich wegen der erhöhten Lawinengefahr immer wieder auf den Grindelgrat verschlagen! Dafür wurden wir von einem fantastischen Pulverschnee täglich verwöhnt. Wir waren eine tolle zusammengewürfelte Gruppe mit zwei super Leitern! Wir möchten uns bei den Leitern herzlich für die tolle Woche bedanken.

Teilnehmer: Martina, Miriam, Noemi, Johanna, Alexandra, Christine, Iris, Almut, Frank, Hans, Tobias

Leiter: Cornelia, Sämi